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Havaneser aus Schleswig-Holstein

Welpentagebuch letzter Teil

21.8.2014

Ich möchte mich bei all denen entschuldigen, die unser Welpentagebuch verfolgt haben und dieses auf einmal nicht weiter ging. Hierzu möchte ich anmerken, dass das letzte Drittel der Welpenaufzucht doch recht zeitintensiv ist und es mir wichtiger erschien meine Kraft und Aufmerksamkeit den Welpen zu widmen.

Lieber tolle sozialisierte Welpen als ein tolles Tagebuch ;-)

Jetzt wo alle Füerstenkronen-Kinder das Haus verlassen haben (bis auf Amina) und ich eine vierwöchige Reha hinter mich gebracht habe, möchte ich zusammenfassen wie es weiter ging.

Wir sind immer paarweise mit ihnen Auto gefahren, haben ihnen die Stadt und den Baumarkt gezeigt, wobei sie natürlich auch ihr erstes Halsband mit passender Leine tragen durften. Gut, das Halsband war zuerst etwas ungewohnt und das die Leine nicht überall mitkam wo man hinwollte, war auch gewöhnungsbedürftig. Aber alle haben es super gemacht, da die Leine ja auch bedeutete es gab neues zu entdecken. Neue freundliche Menschen, andere Hunde, eigenartige Gerüche und erst die vielen Geräusche. Was ist das Leben vielseitig und spannend. Wir haben ihnen viel Zeit gegeben alles in ruhe zu erkunden.

Ja, und dann fingen wir an Ausflüge mit der ganzen Familie zu machen. Mama, Ziehvater und die sechs Hundekinder. Wir waren zu dritt um alle im Auge zu behalten, denn an die Leine nehmen ging nicht mehr. Es gab ein heilloses durcheinander. Also alle Ableinen und gut aufpassen. Wir haben natürlich ein Ziel gewählt, wo keine Autos fuhren und trotzdem gab es doch auch für uns einiges zu tun. Immer mal wieder war die Neugierde einfach zu groß, so dass einer im hohen Gras verschwand oder ein anderer sich das Wasser des Nord-Ost-See-Kanals genauer ansehen musste. Runter zum Wasser ging es leicht, aber der Rückweg die Böschung hoch durch hohes Gras war eine echte Herausforderung. Dann verloren drei den Anschluss. Zwischen der Mama und ihnen waren fremde Menschen mit einem großen Hund. Was tun??? Weglaufen, an dem großen Hund vorbeilaufen zur Mama oder unsichtbar machen. Sie entschieden sich für das letztere. Dicht zusammengekuschelt duckten sie sich ins Gras und sahen der vermeintlichen Gefahr tapfer ins Auge bis der Weg zur Mama wieder frei war.


Wenn man das jetzt so liest, könnte man denken, wir haben riesige Ausflüge gemacht. Das war natürlich nicht so. Zwei Minuten pro Lebenswoche darf man mit den Kleinen spazieren gehen damit Gelenke und Sehnen keinen Schaden nehmen. Und dann war er da, der Tag wo wir loslassen mussten. Die 10 Wochen waren um und unsere Kleinen-Mäuse bereit ihr bis dahin größtes Abenteuer anzutreten. Eine neue Familie. Für mich nicht ganz so leicht, da ich doch an jedem einzelnen mein Herz verschenkt hatte.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen neuen Familien bedanken.

Danke!!!!

Sie haben es mir „leicht gemacht“, da alle ganz liebe und verantwortungsbewusste Menschen sind. Ich bin so froh darüber, dass ihr unsere Welpen gefunden habt und sie bei euch glücklich, groß und ein echtes Familienmitglied werden dürfen.

Amia blieb noch 2 Wochen länger bei uns mit Alina, die noch kein neues Zuhause gefunden hatte. Da es so heiß war, gingen wir mit der geschrumpften Gruppe zu unserem Badesee. Jack (der Ziehvater) fand es toll zu schwimmen, um sich abzukühlen. Julien genügte es bis zum Bauch im Wasser zu stehen. Und wie toll zu sehen, auch den Kleinen musste keiner zeigen wie man schwimmt. Sie können es einfach.

Ok, Alina fand das Element Wasser nicht so toll, mehr als nur nasse Füße hat sie sich nicht geholt. Die beiden anderen waren aber gute Schwimmer.
Mit den Dreien sind wir dann auch in die Hundeschule gegangen, um den Grundgehorsam zu lernen. Aber natürlich vor allem, dass sie mit Artgenossen ganz verschiedener Hunderassen spielen, sich kennenlernen und toben können.

Jetzt ist es bei uns wieder ruhiger geworden. Amia ist ausgezogen und Alina hat auch ein schönes Zuhause gefunden. Nur Amina erinnert uns noch an die schöne Zeit, in der wir die Kleinen begleiten durften. Von der Geburt, dass Öffnen der Augen, die ersten tapsigen Schritte, das erste selbstständige Fressen, das Spielen und das ständige Durchzählen sind auch noch alle da?

Es war eine schöne Zeit. Und ich denke wir haben das gut hinbekommen.
Das schließe ich daraus, dass ihr, die neuen Herrchen und Frauchen uns tolle Rückmeldungen gegeben habt.
Die Kleinen haben sich gut eingelebt, und sind kleine selbstsichere Persönlichkeiten. Das motiviert uns. Wir werden so weitermachen.
Danke für Eure Mitteilungen und die tollen Bilder.

 


 
Ende----Ende----Ende—1. Welpentagebuch (Wurf A)